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Wenn Träume platzen

Persönliche Einsichten aus einer Lebenskrise

Die plötzliche und unerwartete Trennung von meinem Mann im letzten Jahr war eine existenzielle Krise für mich und die ganze Familie. So eine Lebenskrise kann die Verbindung zu Gott stören. Wenn man Gott liebt und im normalen Leben die Beziehung zu ihm im Alltag lebendig pflegt, so leidet man in der Krise doppelt: unter der Krise selber und gleichzeitig unter der verstärkten Sehnsucht nach dem geliebten Gott, den man jetzt nötiger braucht denn je. Die Verbindung zerreißt zwar nicht, auch wenn sie am seidenen Faden zu hängen scheint, aber alles wackelt und man verliert den Halt unter den Füßen. Gott scheint unerreichbar zu sein.

In einer solchen Situation findet man einfach schwer die Ruhe und die Kraft, mit Gott zu sprechen, auf sein Feedback zu warten. Für Sorgen, Ängste und Frust wünscht man sich eine schnelle Lösung, die am liebsten dauerhaft wirkt und heilt. Das gibt es aber nicht so prompt und intensiv, wie man es sich wünscht.

So muss man mitten in der Krise – wie bei dem Trümmerhaufen der zerstörten Twin Towers des World Trade Centers – bereits mit dem Aufräumen beginnen. Dabei spielen Menschen eine große Rolle und können viel bedeuten für denjenigen, der die Verantwortung über diese riesige Baustelle trägt. Das ist alles andere als leicht und es stellen sich die viele Fragen: Wie fange ich es an? Wo fange ich an? Mit welchen Werkzeugen kann ich erfolgreich arbeiten?

Nach Antworten suche ich selber noch. Aber folgendes habe ich schon feststellen dürfen:

  • Fang nicht erst in der Krise an, nach Gott zu suchen. Suche ihn heute. Lebe „präventiv“ mit Gott und investiere in deine Beziehung mit ihm heute. Das wird in der Krise das „A“ und „O“ sein. Das wird deine Verbindung zu ihm bewahren und nicht zulassen, dass der letzte Draht zerreißt.
  • Auch wenn du nicht die Kraft findest, zu einem „offiziellen“ Zeitpunkt und in einer „offiziellen“ Haltung mit Gott zu sprechen: sprich trotzdem zu Ihm, egal wo du bist, wie deine Laune ist, wie wütend, enttäuscht, verwirrt du bist und deine Lage ist. Gib nicht auf! Er ist immer da, hört, liebt dich und ist wie kein anderer an deinem Wohlbefinden interessiert. Vor allem ist Er der Einzige, der dich durch und durch kennt und dich im Ganzen versteht (Psalm 139). Wie intensiv Er in diesen Momenten da war merkt man erst, wenn der große Sturm vorbei ist. Es lohnt sich, dran zu bleiben und auf Ihn zu hoffen. In Ihm steckt liebende Kraft.
  • Versuche, Gott außerhalb deiner eigenen Wände zu erleben. Hole Luft bei einem Spaziergang und sprich dann so offen mit Gott wie mit einem Freund. Das ist nicht verrückt, du führst doch kein Selbstgespräch, du redest mit dem Herrn des Universums! Außerhalb unserer Wände sehen wir Dinge und Menschen, die uns zeigen, dass unsere Probleme nicht die einzigen und die schlimmsten in dieser Welt sind, auch wenn wir es in dem Moment nicht ganz erfassen können. Wenn wir wirklich nach einem guten Weg suchen, werden wir unterwegs vieles wahrnehmen und dadurch entsteht Einsicht und sogar Dank, der uns hilft, wieder vorwärts zu schauen. Dadurch steigt die Chance, eine neue Kommunikationsbasis zu Gott aufzubauen. Eine herrliche Erfahrung!
  • Suche Leute, die mit dir beten. Nimm geistliche Hilfe an. Gute Einflüsse schenken Geborgenheit und erinnern uns an Gottes Liebe
  • Lies Bücher, die über Gottes Fürsorge berichten. In der Stille hört man Dinge, die man sonst bei einem aktiven Gespräch nicht hört und man hat die Ruhe, sie wirken zu lassen.

Diese wenigen Tipps haben mir in meiner Lebenskrise geholfen und ich danke Gott dafür, dass er immer an meiner Seite war. Auch wenn ich ihn nicht immer gespürt habe.

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