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Himmelfahrtslager der CPA(Christliche Pfadfinder der Adventjugend) |
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Eine große Mit-Mach-Enzyklopädie im Internet beschreibt das Wort Abenteuer wie folgt: „Als Abenteuer wird eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis bezeichnet, das sich (meistens) stark vom Alltag unterscheidet - also ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas (Riskantes) zu unternehmen, bei dem der Ausgang ungewiss ist.“ Wir Grindeler Pfadfinder treffen uns einmal im Jahr mit anderen Pfadfindern unserer schönen HANSA-Vereinigung zum so genannten Hila! Auch in diesem Jahr waren etwa 300 Leute vor Ort, und wir stellten mit 60 Teilnehmern die größte Gruppe. Thema von Referent Dennis Meier (ja, unser Dennis!) war „Abenteuerland“. Ich bin sicher, würde man die Pfadfinder fragen, ob das Hila für sie ein Abenteuer war, würden alle kompromisslos mit Ja antworten. Aber war es nach der obigen Definition wirklich ein Abenteuer? - Das Schlafen im Zelt, das Toben in der Natur, die Gemeinschaft mit anderen Pfadfindern, das Lagerfeuer direkt vor den Zelten, der sternenklare Himmel… Wer so etwas Alltag nennen kann, soll sich bitte bei mir melden. |
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Kniffliger wird es bereits bei der „risikoreichen Unternehmung“. Eine Unternehmung ist gegeben. Aber risikoreich? Liest man die Definition weiter, muss es sich um etwas im Ausgang Ungewisses handeln. - Wer kann vorher schon wissen, wie das Wetter wird, welches Zelt vom Sturm umgeworfen wird, wer das Geländespiel gewinnt, wie die Andachten, wie die Workshops werden, welches hübsche Mädchen oder welcher coole Junge dir den Kopf verdreht. Eben, keiner! Risiko?? – Aber hallo! Also, nach der obigen Definition stellt das Hila ein Abenteuer dar. Zum Schluss möchte ich Gott danken, der uns wieder einmal eine wunderschöne Himmelfahrtszeit geschenkt hat. Er ist und bleibt einfach der Größte und segnet uns bei jedem noch so risikoreichen Ereignis! Vielen Dank! Und wer jetzt immer noch nicht weiß, was das Hila ist und was es für uns Pfadfinder bedeutet, bitte, fragt uns! Wir freuen uns darauf.
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Vor fünf Wochen machten sich 14 Scouts auf den Weg Richtung Süden. Ziel war es - an einem Ort, 1.034 Meter über NN , an dem das Klima Islands herrscht, der 100 Tage im Jahr mit Eis, 16 Tage mit Schnee bedeckt ist, der als niederschlagsreichster Ort im nördlichen Mitteleuropa gilt, eine Durchschnittsjahrestemperatur von 2,9 ° C hat, im Winter auch mal Temperaturen bis zu – 28 ° Celsius, die Windgeschwindigkeit dort in Extremfällen bis zu 263 km/h betragen kann - morgens um 6 Uhr den Sonnenaufgang zu sehen. Die größte Schwierigkeit dabei liegt an den 306 Tagen im Jahr, an denen der Ort von Nebel umgeben ist. |
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Das ist für den Genuss eines Sonnenaufgangs natürlich eher kontraproduktiv. Egal, dachten sich die jungen Scouts, ab geht’s in den Zug, runter in den Harz, rauf auf den Brocken! Wir werden schon gute Sicht haben! Schließlich ist der Brocken da und muss bestiegen werden! Schneestürme erwartend, stellten die Abenteurer fest, dass an ihrer Starthöhe (240 m über NN) kein Schnee fiel - es regnete. Die Stimmung war dahin und die erhoffte Nachempfindung der Gefühle Sir Edmund Hillary’s schwand. Nach ca. einer Stunde und 150 Höhenmetern dann der erwartete Schneefall, die Stimmung steigerte sich. Es offenbarten sich wunderschöne Ausblicke auf die schneebedeckte Landschaft des Brockens bei Nacht. Die Scouts marschierten einen Weg entlang, der erst gut sichtbar, schließlich aber gar nicht mehr vorhanden war. Ein Umdrehen wäre nach mittlerweile schon sechs Stunden des Steigens nicht sinnvoll gewesen, also weiter! Es konnte ja nicht mehr weit sein… Und tatsächlich, nach tapferem Überwinden des letzten Kilometers, der etwa genauso viel Zeit in Anspruch nahm wie die drei zuvor, erreichten alle den Gipfel. Einige fröhlicher, andere dankbar für jede Sekunde Rast. Noch eine Stunde bis zum Sonnenaufgang. Als sie schließlich die Früchte ihrer Anstrengungen genießen wollten und gespannt auf die ersten Strahlen wartete, die den Schnee küssen sollten, stellten sie konsterniert fest: Die Wahrscheinlichkeit, einen der 306 Nebeltage im Jahr zu treffen, ist doch höher als jedes Hoffen vermitteln kann. Na ja, dachten sich die Scouts, runter vom Brocken und rauf nach Hamburg. Da scheint bestimmt die Sonne. Am Ende der Tour waren wir alle glücklich, dass wir trotz widriger Bedingungen den Brocken erklimmen konnten und dieser uns hinauf gelassen hat, müde, aber vor allem Gott dankbar für die wunderbare Zeit, die er uns geschenkt hat. Simon Gattmann |
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