|
|
|
|||
„Engagiert und kritisch“ |
|||
|
Über das Verhältnis von Jugendlichen zur Gemeinde Am 22. Januar erschien ein Sonderheft der christlichen Jugendzeitschrift dran mit einer Studie über das Verhältnis junger Menschen zur Gemeinde (erhältlich über den Bundes-Verlag, 9,80€). Hier einige Auszüge daraus. Es zeige sich das Bild einer Generation, die sehr positiv hineinschaut in Glauben und Gemeinde, die sagt, sie möchte etwas verändern und die sehr kritisch ist. Das überraschende Ergebnis -- so Tobais Faix in einem Interview – sei gewesen, dass die jungen Erwachsenen zu 63 % gesagt haben, dass sie ihre geistliche Heimat in der Gemeinde finden. 36% arbeiten beispielsweise ehrenamtlich in Organisationen oder Vereinen mit, die nicht zu einer Gemeinde gehören. Aber auch in der Gemeinde: Knapp 80% arbeiten mit und wollen Verantwortung wahrnehmen. Das sind Zahlen, die sehr hoch sind. Man hat ja oft das Bild, dass junge Erwachsene sich aus allem raus hielten. Das aber habe die Studie überhaupt nicht so feststellen können. Im Gegenteil. Junge Erwachsene seien: reflektiert, engagiert, kritisch. Es gebe aber eine Ambivalenz: Sie sehen die Gemeinde als Heimat, aber sie sehen sie auch sehr kritisch. Trotz sehr hoher Anforderungen sind sie trotzdem loyal zur Gemeinde. Und sie scheitern (wie wir alle) an den eigenen Anforderungen: man möchte missionarisch sein, aber weiß nicht genau, wie. Man macht die Gemeinde dafür verantwortlich, zu sagen, wie man missionarisch leben und handeln soll. Jugendliche sagten: Wir gehören zur Gemeinde, wir engagieren uns, aber wir erwarten auch etwas von der Gemeinde! Ein Ergebnis der Studie ist, dass Mitarbeiter die jüngere Generation deutlich anders einschätzten als diese sich selbst. Da wachse eine Generation heran, die nicht in unser bisheriges Klischee hineinpasst. Junge Erwachsene reagierten sehr positiv auf generationsübergreifende Gemeinden und wünschten sich eine Anbindung an die ältere Generation. Aber das scheine nicht zu funktionieren. Gemeinden müssten sich der Herausforderung stellen, die Gründe dafür zu erkunden.
Die Ansprüche der jungen Generation seien sehr, sehr hoch und das sei auch gut so, so Faix. Es sei ein Recht der Jugend, idealistisch zu sein und voranzugehen.
mehr
Saša Gunjevic |
|||
|
|
|||