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WM 2010 in Südafrika

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Vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2010 schaut die Welt nach Südafrika. Dort findet die 19. Fußball-Weltmeisterschaft statt. Übrigens zum ersten Mal in der Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent. 2006 stand die WM in Deutschland unter dem Motto „Zu Gast bei Freunden“, das Motto für Südafrika ist: „Es ist Zeit, Afrikas Menschlichkeit zu feiern“. Fußball ist schon seit Jahrzehnten dafür bekannt, Brücken zu bauen und Menschen zueinander zu führen. Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit zu setzen. Hier ist die gesamte Welt dabei, jeder Kontinent ist vertreten, jede Hautfarbe und auch jede Religion.

Bei einigen Mannschaften sieht man sogar, wie das Team vor einem Spiel auf dem Feld noch zusammen betet. Ob es die Brasilianer sind, die die Hände aufhalten, im Kreis zusammen stehen und zu Gott beten oder die Algerier, die zu Allah beten. Der Glaube findet auch im Fußball seinen Ausdruck. Vor einigen Jahren war es noch erlaubt, das Trikot nach einem Tor auszuziehen, darunter waren dann oft T-Shirts mit der Aufschrift „Jesus lebt“ oder „Jesus liebt dich“ zu sehen. Wenn eine Mannschaft gewinnt, hört man ab und zu auch, dass der Fußballgott auf ihrer Seite war. Religion und Fußball sind eng miteinander verbunden. Fußballer outen sich nicht nur zu einer Religion, sondern der Fußball wird oft selbst auch zu einer (Ersatz-)Religion.

Für mich gibt es jedoch keinen Fußballgott, sondern nur den einen Gott. Dieser Gott ist überall, auch bei der WM dabei. Und wenn man sich fragt, für wen dieser Gott ist, wenn doch so viele Mannschaften zu ihm beten, dann glaube ich, dass er wie die Schiedsrichter unparteiisch ist. Der Beste möge gewinnen. Fair Play ist bei Gott groß geschrieben und das nicht nur auf dem Fußballplatz, auch im Stadion und vor den Großleinwänden unter den verschiedenen Fans. Ich hoffe, dass Südafrika ein Fußballfest feiern wird, so wie wir es hier in Deutschland vor vier Jahren feiern konnten. Dann bin ich davon überzeugt, dass Gott dabei ist, dass er es sein wird, der die Brücken bauen wird. Denn er ist es schließlich, der für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit steht.

Saša Gunjevic

 
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