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2. Ökumenischer Kirchentag

ein Treffen der Christenheit

 
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Etwa 140 000 Dauergäste bestimmten das Bild in München in der Zeit vom 12. bis 16. Mai dieses Jahres zum zweiten ökumenischen Kirchentag, der unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“ stand.  Der erste ökumenische Kirchentag war vor sieben Jahren in Berlin.

Das 729 Seiten dicke Programmbuch enthielt eine Fülle von Veranstaltungen an vielen Plätzen und in den 20 Messehallen.. In den Messehallen war eine unübersehbare  Menge von Ständen anzutreffen, mit denen sich christliche Gemeinschaften, Hilfs- und Erziehungswerke und Aktionen präsentierten, angefangen von dem adventistischen Hilfswerk ADRA bis hin zu den vielen christlich geprägten Arbeitsgemeinschaften und Initiativen.

Der Tag begann jeweils mit einer Bibelarbeit. Darauf folgten Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Auftrag der Kirchen in der Welt. Mit Ovationen begrüßt wurde stets die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, die etwa über das Thema sprach, inwiefern die Kirchen heute Hoffnungszeichen für die Welt sind. Nachmittags und abends ging es weiter mit dem „Christsein in einer offenen Gesellschaft“. Dabei wurden Themen aus Kultur, Wirtschaft und Politik von namhaften Persönlichkeiten angesprochen (bis hin zu Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel). Dauerbrenner waren die Themen gemeinsames Abendmahl und die Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen. Auffällig waren die vielen jugendlichen Gruppen, die unbefangen sangen und musizierten und auf diese Weise ihren Glauben bezeugten.

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In kleineren Kreisen wurden am Nachmittag unter dem Titel „Was ich an euch schätze“ Konfessionen „überkreuz“ vorgestellt. So sprach am Donnerstagnachmittag vor etwa hundert Leuten, meist katholische Gläubige, Dr. Johannes Hartlapp von der Theologischen Hochschule Friedensau über seine Begegnungen mit katholischen Gläubigen, während im Anschluß daran ein reformierter Pfarrer ein recht positives Bild von den Adventisten entwarf.

Ökumene ist schon lange nicht mehr etwas, was nur mit unseren beiden Großkirchen zu tun hat. Auch die östliche Orthodoxie und die Freikirchen wirken mit. So sprach bei der Schlussveranstaltung die methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner. Eingeladen sind bei der Ökumene alle Kirchen und Freikirchen, deren Selbstverständnis und Selbstbild andere Christen nicht ausschließt.

Gerhard Rempel

 
  
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