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Predigtreihe und Studientag

Seit längerem werden wir wieder eine Predigtreihe haben. Es geht um Krisen und ihre Bewältigung. Das griechische Wort „Krisis“ bedeutet korrekt übersetzt Entscheidung.

Eine Krise ist also auch immer eine Entscheidung, erfordert also unser Handeln, nicht nur unser Dulden. Das sind die Themen dieser Predigtreihe:

02.10.10 R. Neuhaus Teil 1: „Finanzkrisen: wenn es mein Hab und Gut (be)trifft“
09.10.10 J. Kozak Teil 2: „Krankheit und Tod. Wenn es mich (be)trifft!“
16.10.10 S. Gunjevic Teil 3: „Krisen begleiten. Wenn es den Nächsten (be)trifft!“
23.10.10 D. Meier Teil 4: „Glaubenskrisen: wenn es das Fundament (be)trifft“
30.10.10 F. Tóth Teil 5: „Weltkrise. Wenn es die Geschichte (be)trifft.“ (s.u.)

 

„Ich sah, dass der auf dem Thron in seiner rechten Hand ein Buch hielt. Es war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln verschlossen. Und ich

sah einen mächtigen Engel, der mit gewaltiger Stimme rief: „Wer ist würdig, dieses Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?“ (Offenbarung 5,1.2)

Offenbarung? Von wegen! Verschlüsselt bis zum geht nicht mehr – und mir fehlt der Code! So empfinden Leser des letzten Buches der Bibel in der Regel. Keine

Ahnung, wovon da die Rede ist. Dort begegnet uns ein Lamm, das eigentlich ein Löwe ist, sieben Hörner und sieben Augen hat (5,6). Posaune blasende Engel, eine gebärende Frau – von einem Drachen bedroht, eine Hure, Plagen, Seuchen, Kriege, ein feuriger See und dergleichen mehr. Szenen wie aus einem düsteren Fantasyfilm. Zwischendrin, wie kleine Inseln der Hoffnung, gibt es ab und an ein paar Worte der Ermutigung und des Trostes. Immerhin: die letzten Szenen dieses biblischen Buches – und der Bibel überhaupt – sind durch und durch hoffnungsvoll. Von einer überwältigenden Hochzeit ist da die Rede, Leid und Kummer werden für immer abgeschafft. Es wird nie wieder Krieg geben und sogar der Tod wird besiegt.

Ein Traum!

Hat uns dieses Buch mit sieben Siegeln etwas zu sagen? Martin Luther konnte seinerzeit rein gar nichts damit anfangen. Am liebsten hätte er sich die Übersetzung gespart. Ganz anders sieht das Dr. Franz Tóth. Er ist begeistert von diesem alten Buch und überzeugt davon, dass es auch uns aufgeklärten Kosmopoliten im 21. Jahrhundert etwas zu sagen hat. Das übrigens nicht erst, seit er seine Doktorarbeit über dieses Thema geschrieben hat.

Am 30. Oktober findet im Adventhaus ein Studientag zur Apokalypse (das heißt Offenbarung auf griechisch) mit Dr. Franz Tóth statt. Dazu gehören die Predigt ab 11 Uhr (die fünfte und letzte im Rahmen der Predigtreihe über Krisen, s.o.) und Vortrags- und Diskussionszeit am Nachmittag. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Jan Kozak

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