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2013 – ein Sabbatjahr?

An Universitäten gibt es die feste Einrichtung des Sabbaticals, eines Sabbatjahres. Das ist meist ein Forschungssemester für die Professoren. Da reisen sie, machen Exkursionen, schreiben Bücher und manchmal legen sie auch nur die Füße hoch. Gerade diese Woche habe ich mich mit einer Lehrerin unterhalten, die gerade ein Sabbathalbjahr nimmt. Sie ordnet ein paar Dinge im Leben und „kalibriert“ sich neu.

Dabei ist das Sabbatjahr eine uralte biblische Einrichtung. Es war gedacht für Land und Menschen. Jedes siebte Jahr hatte seine eigene Dynamik der Ruhe und Lebensführung. Dinge wurden neu sortiert, Vertrauen auf Gott wieder eingeübt, Besitz und Eigentum unter die Lupe genommen.

So etwas – so mein Gedanke – täte nicht nur mir gut, sondern auch der Gemeinde. Ich bin nun länger als einen Sabbatjahrzyklus euer Pastor und kenne die Abläufe. Veranstaltungen kommen und gehen, der Jahresablauf steht fest und kehrt immer wieder. Seit ein paar Jahren hat sich die Tradition eines Jahresschwerpunkts eingebürgert, die schon nach wenigen Jahren eben das ist: eine Tradition. Warum nicht einmal ein Sabbatjahr für die Gemeinde? Ein Jahr, indem wir unsere regulären Abläufe überdenken und vielleicht durchbrechen.

Ein Jahr, in dem wir nicht Dinge machen, weil sie gemacht werden müssen, sondern in erster Linie Zeit für Gott nehmen? Wie könnte so ein Sabbatjahr in der Praxis aussehen? Sicherlich würde es Gottesdienste geben, oder? Aber welche Dinge würden in einem solchen Jahr wegfallen? Und welche geistlichen Elemente könnten sie ersetzen?

Kurzum: wie stellst du dir ein Sabbatjahr für die Gemeinde vor?

Der Gedanke so eines Jahres ließ allen im Gemeinderat die Augen leuchten, als ich ihn einbrachte. Er scheint etwas zu haben. Unsere Seelen brauchen Ruhe und Neuausrichtung. Und gleich fielen uns die vielen Aktionen ein und all die vielen Dinge, die wir nicht ausfallen lassen wollen? Und die Wahlen im nächsten Jahr. Würden wir einen Basar machen? Einen Gottesdienst für Taufjubilare? Konzerte? Studiensabbate? Potlucks? Ausflüge? Nehmt das als Ausschreibung.

Wir sammeln eure Ideen. Vom 26. bis zum 27. Januar wird der Gemeinderat wieder für ein Wochenende unter sich sein (Klausurtagung). Da wollen wir darüber nachdenken, was Sabbatjahr am Grindel bedeuten kann. Wenn wir da schon prima Vorschläge und Ideen von euch hätten, wäre das schön.

Dennis Meier