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FSJ statt Zivi?

Mancher Jugendliche hat nach seinem Schulabschluss noch keine genaue Berufs­vorstellung. Um die Zeit bis zur Berufsausbildung sinnvoll zu überbrücken, aber auch um sich für seine Mitmenschen einzusetzen, gibt es auch in unserer Kirche einige Möglichkeiten. Und der Einsatz der Jugendlichen wird dringend gebraucht.

Da die Wehrpflicht zum 1. Juli in der Bundesrepublik ausgesetzt wird, entfällt zum selben Datum auch der Zivildienst. An die Stelle des Zivildienstes soll ein “Bundesfreiwilligendienst” treten, der in der Regel mindestens sechs und höchstens 24 Monate dauert. Der Bundesfreiwilligendienst soll Männern und Frauen jeden Alters nach Erfüllung ihrer Schulpflicht offen stehen.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt hatte bisher drei Zivildienstplätze für Büro und Lager. Laut ADRA-Mitarbeiterin Nadja Reinhardt werde der letzte „Zivi” seinen Dienst am 31. Juli beenden. Die von ihnen geleistete Arbeit sollen künftig Freiwillige übernehmen. Auch bei der Blindenhörbücherei des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ (Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt) hört der letzte der beiden Zivildienstleistenden Ende Juli auf. Die Zivis waren hauptsächlich für die Kopie und den Versand von Tonträgern zuständig, teilte der Leiter der Blindenhörbücherei, Pastor Andre Thäder, mit. Ihre Arbeit solle künftig von Ehrenamtlichen erledigt werden. Eventuell könnte der Bereich Technik personell verstärkt werden, falls die Haushaltslage des Medienzentrums das ermöglicht.

Das adventistische Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, hatte bisher drei Zivildienstplätze für Hausmeister- und Gärtnerarbeiten. Laut Gabriele Klenke, Mitarbeiterin des Schulzentrums, ist die Einführung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) angedacht, wenn die beiden letzten Zivis die Marienhöhe Ende Mai verlassen.

Die bisher sechs Zivildienstplätze des Seniorenheimes Neandertal in Mettmann könnten eventuell durch geringfügige Beschäftigung in einer Übergangszeit ersetzt werden. Der letzte Zivi verlässt die Einrichtung Ende Juli.

Beim adventistischen Krankenhaus „Waldfriede” in Berlin-Zehlendorf (acht Zivildienstplätze), bei der Erholungs- und Bildungsstätte Bergheim Mühlenrahmede(Altena/Westfalen) mit zwei Zivildienstplätzen und beim Seniorenheim in Berlin-Steglitz (zwei Zivildienstplätze) gibt es verschiedene Überlegungen. Sie reichen vom Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligen Sozialen Jahr bis zum Ehrenamt und zu Praktikanten.

Quelle: APD