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Glückliches Christsein

In Hebräer 10,23 steht: „Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun.“ Ich finde eine Karte im Brieflkasten: Ein älterer Bruder, der nicht viel redet, hat sie geschrieben. Er bedankt sich ganz herzlich für all die Arbeit, die immer in der Gemeinde gemacht wird und ermutigt und segnet die Arbeiter. Seine Worte sind wie Balsam. Ich freue mich und fühle mich wirklich sehr gesegnet. Gerne gebe ich seine Worte weiter und erlebe, wie sich auch andere gesegnet fühlen. Die Arbeit macht anschließend wieder Spaß.

„Lasst uns aufeinander achten!“, sagt Paulus. Und er meint damit nicht, dass wir aufeinander aufpassen sollen, dass alles perfekt läuft, dass keiner etwas Falsches macht oder dass er theologisch richtig denkt. Paulus ermutigt uns hier, einander Positives zu sagen, etwas Nettes zu bemerken, das Gute und Frohe zu betonen, nicht nur zu kritisieren. Er weiß, dass man nicht glücklich leben kann, wenn man nie eine Aufmunterung bekommt oder bestätigt wird.

Und eigentlich ist das doch nicht so schwer, oder..“ Wie wäre es, wenn du selber schon heute damit beginnst? Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, könntest du z.B. zu deinem Partner, deinem Kind, deinem Nachbarn gehen und mit einem Lächeln etwas Nettes sagen: „Ich wünsche dir einen schönen Tag und viel Kraft bei deiner Arbeit!“ Oder: „Ich freue mich, dass du da bist!“, „Ich mag dich sehr!“, „Danke für deine Hilfe !“ Es gibt unendliche Variationen, die dem anderen Mut geben und ihn selbst dazu veranlassen, ein wenig positiver zu denken und dann dieses Positive, das ihn erfüllt, automatisch weiter zu geben und sei es nur durch seine Ausstrahlung. Es ist wie ein Kreis. Du gibst und bekommst dann wieder. Mach doch mal einen Versuch: Geh bei deinen Besorgungen oder auf dem Weg zur Arbeit durch die Straßen und lächele einfach freundlich fremde Leute an. Das ist keine verrückte Idee. Du wirst nämlich merken, dass viele zurücklächeln werden. Und das wird dir gut tun und den anderen auch! Paulus‘ Rat „Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun“, ist eine reine Einstellungssache und unabhängig von Stimmungen und Situationen. Auch die Aussage: „Ich bin nun mal ein eher pessimistischer und nachdenklicher Typ!“ gilt da nicht.

Früher gab es ein oft in Poesiealben geschriebenes Sprichwort: „Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück!“ Fang einfach heute mit ganz kleinen Dingen an! Auch in deiner Gemeinde.

Gudrun Gattmann