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Gott begegnen

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der das Wort Gottes keinen Platz hatte. Wer zur Familie gehören wollte, glaubte an die Gewerkschaft und die Arbeiterpartei.

Jedoch hatte ich eine entfernte Cousine, mit der ich, als ich 9 Jahre alt war, den Aufstand gegen meine Eltern probte und heimlich das Vaterunser lerne. Hierbei hatte ich erstaunlicherweise keine Trotzgefühle, sondern ich fühlte mich geborgen, als würde mich jemand umarmen. Das war meine erste bewusste Begegnung mit unserem Vater und wenn ich heute zurück blicke, kann ich sehen, dass er immer an meiner Seite war und mich liebevoll behütet hat.

Dennoch brauchte ich lange, um mich mit dem Wort zu beschäftigen und den Weg mit Gott bewusst weiter zu gehen. Ich suchte nach einer Gemeinde, in der es sich für mich richtig anfühlte, in der ich zu Hause sein konnte und lernte schließlich die Gemeinde am Grindel kennen. Hier „menschelte“ es genauso wie in den anderen Gemeinden, die ich kennen gelernt hatte, aber ich empfand, dass ein guter Zug durch die Gemeinde geht. Hier konnte ich mich zu Hause fühlen und habe mich entschlossen, hier den Weg zur Taufe zu gehen.

Pastor Dennis Meier begleitet mich nun auf diesem Weg und ich bin dankbar, dass ich endlich jemanden gefunden habe, dem ich kritische Fragen stellen kann, ohne dass sie mir krumm genommen werden. Oft komme ich nach einem arbeitsreichen Tag erschöpft zur Bibelstunde und am Ende dieser gemeinsamen Zeit fühle ich mich erfrischt und bin dankbar, wieder ein Stück auf dem Weg mit Gott weiter gegangen zu sein. Ich merke, wie ich wachse und wie ich mich immer mehr traue, zu vertrauen. Ganz nebenbei habe ich bemerkt, dass es in meiner Familie doch einen nicht unerheblichen Teil gibt, der an das Wort Gottes glaubt.

von Sabine Suck