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Meine persönliche Zeit mit Gott

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„Heute keine Sprechstunde“- Diese Ankündigung gibt es bei Gott nicht. Obwohl er der Experte ist, ich aber der Kassenpatient bin. Meine Zeit mit Gott ist nicht auf bestimmte Zeiten begrenzt. Schon immer hatte ich das Gefühl, bei Schwierigkeiten Gott jederzeit mit einem Stoßgebet um Hilfe bitten zu dürfen. Neuerdings spreche ich aber dann mit Gott, wenn ich besonders dankbar und glücklich bin. Das muss ich dann unbedingt mitteilen. Selbst bei einem guten Essen ertappe ich mich dabei, mich zwischendurch noch einmal zu bedanken, trotz des Gebetes am Anfang.

Als vor einigen Wochen angeregt wurde, einen für uns wichtigen Satz aus dem 23. Psalm auszusuchen, waren für mich diese 4 Worte absolut ausreichend, nämlich: du bist bei mir. Das ist ein tolles Gefühl, das gibt Sicherheit. Was soll es dann schon für Probleme geben!

Ulrich, 73

 

Als Tipp, um Gott zu erleben, kann ich nur empfehlen, sich auf die Kinder einzulassen, die mir ganz unvermittelt sagen, dass sie mich soooo lieb haben oder mich einfach nur umküssen. Sie freuen sich über Vögel und die ersten Blumen, die aus der Erde kommen. Tu ich ja auch, aber sie nehmen sich wirklich Zeit und bleiben stehen. Wenn ich sie mal wie Fräulein Rottenmeier ermahne, kann ich mich selber nicht leiden, aber werde nur verwundert angeschaut und gefragt, warum ich denn eigentlich so unfreundlich sei.

Gott ist genau dort, wo wir Stress haben und begegnet uns mittendrin. Ich liebe Wartezeiten oder den Fußweg zur Arbeit, da kann ich ihm mal in Ruhe meine Gedanken erzählen oder einfach nur zuhören.

Celia, 35

 

Zuallererst: Das regelmäßige Gespräch/Gebet mit Jesus Christus ist unverzichtbarer Bestandteil meines Alltags. Es fängt mit dem gemeinsamen Morgengebet an, das Dank, Lobpreis, Fürbitten für Familie, Freunde, Gemeinde und Kranke beinhaltet. Später folgt das Lesen der Tagesandacht mit dem Gespräch über den Inhalt.

Ich suche mir gerne im Laufe des Tages eine stille Zeit nur für mich alleine, in der ich Jesus meine Gedanken, Sorgen und Anliegen im Gebet vortrage. Dieses “Kämmerlein” ist wichtig für mich. Ebenso spielt im Verlauf der Woche die Bibel-Lektion eine wichtige Rolle; diese lese ich möglichst täglich und erarbeite sie mir auf diese Weise.

Eva, 65

 

Bei mir hat sich – besonders durch die starke Zeitverknappung in dieser Lebensphase – eine recht sonderbare Form der täglichen Andacht entwickelt, die ich mittlerweise aber sehr schätze. Da waren die Kinder, der Einstieg in den Beruf, das Bedürfnis nach mehr Sport und eben die stille Zeit. Warum nicht zwei Dinge kombinieren? Ich setzte mich auf meinen Hometrainer, sorgte für Luft, radelte los, die Bibel in der Hand. Das hat sich als eine stimmige Kombination herausgestellt und so praktiziere ich das jetzt seit ein paar Jahren. Fünf mal die Woche und mit großer Begeisterung. Im Moment ist das die ideale Lösung für meine Zeit mit Gott. Endorphine für Körper UND Geist.

Gunda, 42

 

Das Schönste am Rentnersein ist für mich, morgens Zeit zu haben für Frühstück, Zeitung, Andacht – in dieser Reihenfolge, weil dann der Geist richtig angekurbelt ist. Wir lesen jeden Morgen einen Abschnitt der Bibel, teils AT, teils NT, und reden miteinander über Fragen oder über Aussagen, die uns besonders ansprechen. Je älter ich werde, umso wichtiger wird es mir, das, was wir lesen, richtig zu verstehen. Ich möchte nicht nur irgendeinen Gedanken heraussuchen und dazu eine umfangreiche Auslegung lesen, sondern die Texte im Zusammenhang sehen und versuchen, sie im Leben zu integrieren. In Johannes 17, 3 steht: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Beides wünsche ich mir, das ewige Leben und schon jetzt Gott, Jesus, immer besser zu erkennen.

Beim Beten spüre ich die Nähe am intensivsten, wenn ich nachts wach bin. Da kommen die kreisenden Gedanken zur Ruhe, ein Gefühl, als legte jemand den Arm um mich.

Marie, 75