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Mitten in Eimsbüttel

Unsere Gemeinde am Grindelberg wie auch das Bezirksamt – Versuch eines kurzen Einblicks aus der Sicht eines Senioren-Delegierten

Unsere Gemeinde war Anfang 2009 vom Bezirksamt Eimsbüttel aufgefordert worden, ein Mitglied für die anstehende Senioren-Delegierten-Versammlung am 20.04.2009 zu benennen, und da ich älter als 58 Jahre war, in diesem Bezirk gerade einzog, wurde ich gefragt und nahm teil. So erfuhr ich, dass in allen sieben Hamburger Bezirken seit 1979 bezirkliche Seniorenbeiräte (BSB) bestehen, die dann wiederum Mitglieder in den Landes-Seniorenbeirat (LSB) entsenden, um die gemeinsame Interessenvertretung für die ältere Generation in Hamburg wahrzunehmen. Zu diesen sieben abgeordneten Mitgliedern aus den Bezirken kommen dann noch acht weitere Personen, die für Fragen der älteren Bürger besondere Qualifikationen mitbringen (sollten) und vom zuständigen Senator für Soziales, Familie etc. benannt und dann von der entsprechenden Deputation berufen werden.

So weit der formale ehrenamtliche Teil, aber was geschieht dort ?

Der Auftrag ist eindeutig: Als Interessenvertretung der älteren Generation sollen und wollen wir für eine Verbesserung der Lebenssituation dieser Gruppe eintreten – was besonders gut im Zusammenwirken mit Interessenvertretern von Kinder- und Jugendverbänden, von Eltern- und Schulvertretern und von Behinderten-Organisationen klappt.

Als Einzelkämpfer ist man chancenlos, auch die beste Idee und der größte Idealismus würden scheitern. Also geben wir unsere entsprechenden Vorschläge und Anregungen an die verschiedenen Parteien, an die Verwaltungen und auch direkt (über die Presse) an die Öffentlichkeit.

So arbeiten wir als Ideengeber und ständig wiederkäuende Mahner in verschiedenen Fachgruppen (FG), ich bin z.B. in der FG „Gesundheit und Sport“ des LSB, wo wir versuchen, die Entscheidungsgremien der Bezirke zu überzeugen, dass die lokalen Kinder-Spielplätze so umzubauen sind, dass sie auch von Senioren gebraucht werden können (und damit sich sinnvolle Kontakte ergeben können, sogenannte Synergien…), wir untersuchen die Verteilung der Finanzmittel für die Krankenhaus-Ausstattung in Hamburg unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren, damit zur rechten Zeit genügend Krankenhaus-Abteilungen auch für z.B. Altersgruppen vorgehalten werden, und nicht zuletzt nerven wir die Verwaltungen mit unseren Forderungen, genügend altersgerechten „barrierefreien“ Wohnraum, der auch noch bezahlbar sein muss, zu schaffen, Busse und Bahnsteige mühelos erreichbar zu machen etc…

Zum Schluss: Wenn wir im Bezirksamt Eimsbüttel im Sitzungssaal im 13. Stock tagen, dann schaue ich direkt auf unser Adventhaus hinunter, und spätestens dann weiß ich, warum ich mir das antue…

Erich von Gagern