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Revival And Reformation

Erweckung und Reformation. Seit Atlanta 2010 sind das die beiden großen Schlagworte für die weltweite Adventgemeinde. Der neue Präsident, Ted Wilson, betont die Notwendigkeit der erneuten Hingabe und der Erneuerung unseres Lebens mit Gott. Und auch wenn einige das nur für eine weitere besonders fromme Form der Dringlichkeitsverstärkung halten mögen, klingt bei mir da viel mit.

Zum einen merke ich, dass mein geistliches Leben, wie bei vielen anderen auch, immer in zyklischen Phasen verläuft. Dass es Hochs und Tiefs gibt. Diese Hochs – und das ist die wichtige Beobachtung – kommen aber nicht von selber. Immer gibt es eine besondere Erfahrung, ein tiefes Ergriffensein, einen erneuten Schwur oder eine Lebenskrise, die zu einer bewussten Entscheidung führen: Ich will Christus wieder voll nachfolgen. Ich ordne mein Leben wieder anders. Erweckung und Reformation ist für mich also gleichzeitig Erfahrung und Sehnsucht.

Zum anderen schwingt eine Hoffnung für die Gemeinde mit, die an einen Traum grenzt. Nämlich, dass ich das nicht alleine erleben will. Dass Menschen fragen, wo sie die Ärmel hochkrempeln können, von denen wir es nicht erwartet haben. Dass neue Leute neue Impulse bringen. Meinetwegen auch manch alter Zopf abgeschnitten wird. Dass der Heilige Geist Platz bekommt, um kräftig zu wehen.

Das sage ich nicht, weil ich meine Gemeinde schlecht machen will, sondern im Gegenteil: weil das Ausmaß der Talente und Gaben, die ich mehr und mehr entdecke, in sich die Botschaft von einer schier grenzenlosen Keimfähigkeit trägt.

Zwei konkrete Themen der Gemeinde müssen erwähnt werden, in denen die Nachfolge praktiziert werden kann.

1. Glauben Einfach

So ist der Titel einer von der Stimme der Hoffnung initiierten Evangelisation in diesem Herbst (Start: 8.10.). Wir haben uns entschieden, diese 17 Abende in einer „Alphaatmosphäre” zu begehen, im Kleinen Saal. Die Themen sind für Glaubensanfänger, also ähnlich wie bei einem Glaubensgrundkurs wie Alpha. Wenn ihr jemanden wisst, für den das genau das Richtige ist, dann bringt diese Person mit.

2. Bibelgespräch

Auf die „erste Stunde” im Gottesdienst wollen wir unser Augenmerk in diesem Jahr legen. Und alle Gespräche, die ich darüber geführt habe, führten zu dem einen Punkt: Wie wichtig ist mir das Wort Gottes in meinem Leben? Wir haben viel philosophiert darüber, wie dieser Teil unseres Gottesdienstes bunter und lebendiger wird. Mehr Mitarbeiter, andere Themen, ein besseres Rahmenprogramm, aber wir denken, dass die eigentliche Verbesserung nur durch die TeilnehmerInnen kommen kann. Indem sie da sind und sich einbringen. Das bringt mehr als tausend Programme.

Dennis Meier